UV-Filter – für knackig Schärfe bei schönem Wetter

Bild, geschossen mit dem UV Filter von Wallimax
Bild vom Walimex Pro UV-Filter. Bildquelle: Walimax, Amazon.de

UV-Filter (oder UV-Sperrfilter) sind Effektfilter, die ultraviolettes Licht wirkungsvoll blockieren. UV-Licht ist ein natürlicher Bestandteil unseres Sonnenlichts, dessen Auswirkungen wir am ehesten bei einem Sonnenbrand nach einem Strandtag auf der Haut spüren.

Ultraviolettes Licht ist energiereiche Strahlung, die vom menschlichen Auge nicht mehr wahrnehmbar ist. Seine Wellenlänge liegt unterhalb derer von sichtbarem violetten Licht. Vor dem Objektiv einer DSLR kann der Einsatz eines UV Filters durchaus sinnvoll sein.

UV Filter Fakten

  • Wirkung: sperren UV Strahlen aus, um Dunst und Unschärfe durch UV-Strahlen auszufiltern
  • Anwendung: bei schönem Wetter, klarer, reiner Luft in Küstengebieten und Gebirgen
  • Einsatz: in Farb- und S/W Filmen
  • Besonderheit: bieten idealen Schutz für Objektive

UV Filter im Überblick von diversen Anbietern

PolarPro QuartzLine UV (37mm, UV-Filter), Objektivfilter
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Hama 70686 UV-Filter 86mm
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Gobe 52 mm UV Filter, Polfilter (CPL), Graufilter ND64, Farbfilter Rot, Farbverlaufsfilter Orange, Farbverlaufsfilter Blau - Filter Kit (1Peak)
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Hama Premium UV 390 Nano Ultraviolettfilter (UV) 62 mm – Filter für Kameras (6,2 cm, Ultraviolett)
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Rollei UV Filter 55mm Premium
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Hama 70637 UV-Filter 37mm
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vhbw Universal UV Filter kompatibel mit Kamera Objektiven mit 40,5mm Filtergewinde - UV Schutzfilter, Schwarz
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Hoya HD UV Filter 58mm
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Hama UV Filter vergütet 55mm (70155)
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* Zuletzt aktualisiert am 24. September 2021 um 05:16 . Die angezeigten Preise können sich inzwischen geändert haben. Wir verdienen Werbeeinnahmen bei qualifizierten Käufen über unsere Werbelinks im Rahmen von Affiliate Partnerschaften mit Amazon.de, eBay.de, awin, adcell, yadore und anderen.

UV Filter in unserem Review

Worauf wir bei unserem UV-Filter Vergleich geachtet haben

  • Qualität der Fassung – Nur eine hochwertige Fassung verhindert das Festfressen des Filters im Objektivgewinde.
  • Verarbeitungsqualität – Das beste UV-Filter nützt nichts, wenn das Filterglas in der Fassung wackelt und sich drehen lässt.
  • Randversiegelung – Eine hochwertige Randversiegelung schützt das UV-Filter vor Verschmutzung.
  • Oberflächenvergütung – Nur eine qualitativ hochwertige Oberflächenvergütung des Filters garantiert eine hervorragende Abbildungsleistung.

Verwendung von UV-Filtern in der Fotografie

In den Zeiten analoger Fotografie wurden UV-Filter als Objektivfilter benutzt, um den Film vor ultraviolettem Licht zu schützen. Da die Qualität, vor allem die Vergütung der Linsen, damals noch nicht in allen Fällen den hohen Standard moderner Objektive für digitale Spiegelreflexkameras erreicht hatte, schien ein Einsatz von UV-Filtern durchaus sinnvoll.

Durch die kurze Wellenlänge der UV-Strahlung kann es bei schlecht vergüteten Objektiven zu chromatischen Aberrationen und damit zu einer Verschlechterung der Bildqualität kommen.

In der heutigen Zeit sind die lichtempfindlichen Sensoren einer DSLR in zweifacher Hinsicht vor unerwünschtem UV-Licht geschützt.

  • Die hervorragende Vergütung moderner DSLR-Objektive blockiert schon einen sehr großen Teil des einfallenden ultravioletten Lichtes.
  • Zusätzlich befindet sich direkt vor dem Fotochip in der Regel ein UV-Sperrfilter, der die restliche Strahlung blockiert.

Ein Einsatz von UV-Filtern an hochwertigen DSLR-Objektiven kann dennoch sinnvoll sein. Ein permanent montiertes UV-Filter kann ein wirkungsvoller Schutz der Frontlinse vor Beschädigung und Verschmutzung sein. Gerade bei Objektiven mit einem sehr großen Frontdurchmesser kann eine Reparatur mitunter sehr teuer sein. Ein UV-Filter hingegen ist so preiswert, dass eine Beschädigung nicht weiter ins Gewicht fällt.

Im folgenden Video wird jedoch auch darauf hingewiesen, dass es auch bei der Verwendung von UV-Filtern zu Beschädigungen am Objektiv kommen kann. Welche Gefahren bei der Verwendung von UV-Filtern lauern und und ob ein UV-Filter vielleicht doch sinnvoll ist, erfährt man im Video.

Um während der Aufnahme UV-Strahlen aus dem in das Objektiv einfallende Sonnenlicht zu filtern, werden von verschiedenen Herstellern Ultraviolett- oder UV-Filter angeboten. Das menschliche Auge kann Licht mit einer Wellenlänge zwischen 380 und 780 Nanometern erkennen. UV-Licht hat eine Wellenlänge zwischen 100 und 350 Nanometern und ist deshalb für das menschliche Auge unsichtbar. Beim Fotografieren kann UV-Licht jedoch folgende störende Auswirkungen haben:

  • Kameraobjektive sind für das sichtbare Licht konzipiert. Bei einem hohen Anteil UV-Licht kann es durch die chromatische Aberration zu Unschärfen kommen. Chromatische Aberration wird ein Abbildungsfehler optischer Linsen genannt, der durch die unterschiedliche Brechung von Licht mit unterschiedlicher Wellenlänge oder Farbe entsteht.
  • Wird das Sonnenlicht durch die Luftmoleküle gestreut, kann das zu blaulastigen Bildern oder zu einem blauen Farbstich führen.
  • Die Aufnahmen wirken verwaschen und grau.

Wie ist ein UV-Filter aufgebaut?

Meistens handelt es sich bei einem UV-Filter um einen vergüteten Glas- oder Kunststofffilter. Wichtig ist, dass die Oberfläche des Filters absolut parallel zur Objektiv ist andernfalls kann es zur Verminderung der Auflösung oder sogar zu Bildverzerrungen kommen. Beim Einsatz eines UV-Filters wird Licht unterhalb von 350 Nanometer blockiert und die oben genannten negativen Effekte werden unterdrückt.

Wie wird ein UV-Filter verwendet?

Die Verwendung eines UV-Filters macht nur bei Außenaufnahmen Sinn, im Innenbereich oder im Studio ist der Filter entbehrlich. Das Handling ist recht einfach, der UV-Filter wird auf das Objektiv aufgesetzt oder eingeschraubt. Während ein UV-Filter bei der analogen Fotografie durchaus seinen Sinn hatte, hat im Zeitalter der digitalen Fotografie der UV-Filter von seiner Bedeutung verloren. Das liegt einmal daran, dass die meisten Bildsensoren bereits mit einem UV-Filter ausgestattet sind. Außerdem filtern moderne Objektive das UV-Licht aus dem Sonnenlicht sehr gut heraus. Aus diesem Grund kann bei einer Digitalkamera meistens auf den Einsatz eines UV-Filters verzichtet werden. Dennoch benutzen viele Fotografen ein UV-Filter als Objektivschutz.

Durch den Aufsatz werden Sand, Staub, Wasserspritzer oder Kratzer vom vergüteten Objektiv ferngehalten. Dagegen ist im Grunde nichts einzuwenden doch besonders bei preisgünstigen Filtern ist Vorsicht angesagt weil diese die Abbildungsleistung des Objektivs und damit die Schärfe und Bildqualität sichtbar verschlechtern können. Hinzu kommt: Ein UV-Filter erhöht die Anfälligkeit eines Objektivs gegen Streulicht, was sich in unerwünschten Reflexionen bemerkbar macht.

Ein paar Tipps zur richtigen Verwendung

Wer einen UV-Filter zum Schutz eines teuren Objektivs verwenden will, sollte folgende Tipps beachten:

  • Verwenden Sie nur einen sauberen Filter, Kratzer oder Fingerabdrücke kommen mit auf das Bild.
  • Verwenden Sie nicht mehrere Filter gleichzeitig
  • Eine Streulichtblende hilft bei vielen Reflexionen.
  • Weitwinkelobjektive benötigen extra flache UV-Filter.
  • Schrauben Sie den Filter nicht zu fest auf das Objektiv, er lässt sich sonst nur sehr schwer wieder lösen.
  • Eine Gegenlichtblende reicht zum Schutz der Frontlinse oft aus.
  • Ein UV-Filter lässt sich in der Bildgestaltung zur gewünschten Verstärkung von Spiegelungen einsetzen.
  • In den Bergen und an der See ist der Anteil an UV-Licht am größten.

Hersteller, Größen und Alternativen

Alle namhaften Filterhersteller, wie HamaHoya oder B&W, führen UV-Filter in allen gängigen Objektivdurchmessern in ihrem Angebot. Besonders interessant ist der Einsatz von UV-Filtern bei großen Objektivdurchmessern von 67 oder 77 Millimetern. Bei solchen Objektiven ist die Reparatur der Frontlinse in aller Regel mit sehr hohen Kosten verbunden.  Alternativ können zum Schutz hochwertiger DSLR-Objektive auch Skylightfilter oder Neutraldichtefilter ND1 eingesetzt werden. Jedoch kann ein Filter bei Einschrauben auch verkanten und so doch zum Problem werden.