Ratgeber zum Kauf von gebrauchten Kameraobjektiven

Gebrauchte Kameraobjektive

Sie haben die Fotografie für sich entdeckt und wollen sich ein neues, zusätzliches Objektiv zulegen, um ihre fotografischen Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern? Sicher haben Sie dann schon festgestellt, dass manche Objektive horrende Summen kosten. Gerade lichtstarke Teleobjektive, Makroobjektive und Spezialobjektive schlagen oft mit Preisen zu Buche, die den eines Kamerabodys übersteigen. Beim Kauf von gebrauchten Objektiven können sie leicht einige Hundert Euro sparen, wenn Sie wissen, worauf es ankommt.Dieser Ratgeber gibt einen Überblick über die wichtigsten Kaufkriterien bei Gebrauchtobjektiven.

Anschluss gesucht

Mit dem Kauf einer Spiegelreflex- oder Systemkamera haben Sie sich gleichzeitig für ein ganzes Fotosystem entschieden. Kamera- und Objektivhersteller bieten speziell auf die jeweiligen Kameras abgestimmt Objektive her. Zur Verbindung von Kamera und Objektiv haben (fast) alle Hersteller ein eigenes Obektivbajonett entwickelt. Haben Sie sich beispielsweise für eine Canonkamera entschieden, so können Sie keine Objektive für Nikon- oder Sonykameras verwenden.Bei der Umstellung auf Autofokuskameras in den 80er Jahren haben viele Kamerahersteller sogar ein neues Bajonett entwickelt. Bei sehr alten Spezialobjektiven müssen Sie also zusätzlich den genauen Bajonetttyp berücksichtigen.

Die folgende Auflistung gibt einen Überblick über die wichtigsten SLR-Bajonetttypen:

  • Canon: FD-Bajonett (bei alten MF-SLRs) – EF-Bajonett (für AF-Kameras der EOS-Baureihe)
  • Nikon: F-Bajonett (bis heute mit starken Modifikationen in Gebrauch)
  • Pentax: K-Bajonett (bis heute mit diversen Modifikationen im Einsatz)
  • Sony/Minolta: SR-Bajonett (bei alten MF-Kameras) – A-Bajonett (bei AF-Kameras von Minolta und Sony

Drum prüfe, wer sich länger bindet

Haben Sie ein passendes Objektiv gefunden, sollten Sie unbedingt auf Folgendes achten:

  • Staub im Strahlengang zwischen den Linsen kann zu Flecken und Abbildungsfehlern führen.
  • Kratzer: Auf der Frontlinse sind leichtere Kratzer durchaus zu verschmerzen, meist deuten Sie aber auf eine schlechte Behandlung des Objektivs hin. Ein Objektiv mit Kratzern auf der Rücklinse sollten Sie auf keinen Fall kaufen. In den allermeisten Fällen werden die Kratzer später auf dem Bild zu sehen sein.
  • Wackelnde Linsen und starkes Spiel: Lassen Sie die Finger von solchen Objektiven. Die Chance ist hoch, dass ein wackelndes Objektiv nicht mehr zentriert ist und es zu deutlich sichtbaren Bildfehlern kommt.

Infografik gebrauchte Kameraobjektive was beachten

Alles eine Frage des Formats

Sind Sie im Besitz einer Vollformat-DSLR (Hier ist der Sensor so groß, wie ein Kleinbildfilm.) müssen Sie darauf achten, dass das Wunschobjektiv ebenfalls für das Vollformat geeignet ist. Manche preiswerten Objektive sind nur für das APS-Format gerechnet. Die Verwendung eines solchen Objektivs führt zu starker Vignettierung auf Vollformatsensoren.

Fazit

Mit etwas Glück und Wissen sind Gebrauchtobjektive eine preiswerte und qualitativ hochwertige Ergänzung der eigenen Kameraausrüstung.

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