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Objektivfilter im Test

Hoya Polarisationsfilter Cirkular Pro1 Digital



  • Digital-Mehrschichtvergütung
  • Verhindert Reflexion von nichtmetallischen Objekten
  • Farben erscheinen intensiver und klarer
  • Beeinflusst die Farbbalance von Aufnahmen nicht

Haida PRO II Serie MC Neutral Graufilter ND1000



  • Speziell für Digitalkameras, mit neuartiger 8 facher Mehrschichtvergütung
  • Hergestellt aus hochwertigem optischen GlasExtrem resistent gegen Schmutz, Kratzer und Wasser
  • Extrem resistent gegen Schmutz, Kratzer und Wasser
  • Extrem resistent gegen Schmutz, Kratzer und Wasser

Hama 70158 UV Filter



  • Sperrt UV-Strahlen und schützt die Frontlinse des Objektives
  • Farbneutral
  • AR-Vergütung: jeweils zwei Schichten auf jeder Seite, für bessere Lichtdurchlässigkeit
  • Hochwertiges Objektivglas

In Zeiten digitaler Spiegelreflexkameras und digitaler Bildbearbeitung erscheint vielen Fotografen der Gebrauch von Objektivfiltern überflüssig. Filter sind doch von gestern, aus analogen Zeiten, so hört man oft. Doch so pauschal kann dieser Satz nicht stehen bleiben. Zuerst einmal gilt es zwei grundsätzlich verschiedene Filtertypen zu unterscheiden:

Welche Filtertypen gibt es?

Korrekturfilter

  • Korrekturfilter finden sowohl in der analogen Farbfotografie wie in der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie Verwendung. In der Farbfotografie dienen sie zum Korrigieren von Farbstichen und zum Ausgleich unterschiedlicher Farbtemperaturen. In der SW-Fotografie dienen Korrekturfilter zum Abdunkeln oder Aufhellen bestimmter Farben. So erzeugt etwa ein Rotfilter einen deutlich abgedunkelten Himmel auf einem Schwarz-Weiß-Foto. Korrekturfilter sind in der Tat für die digitale Fotografie obsolet geworden. Im Rahmen der digitalen Bildbearbeitung lassen sich die meisten Korrektureffekte mit einem Bildbearbeitungsprogramm genauer steuern.

Effektivfilter

  • Effektfilter gibt es für nahezu jeden denkbaren Zweck. Neutraldichtefilter und Graufilter sorgen für den Ausgleich großer Kontraste.
  • Ein Polfilter sorgt für die Beseitigung von Spiegelungen und die Intensivierung von Farben.
  • Infrarotfilter sorgen für magische Schwarz-Weiß-Aufnahmen.
  • Wieder andere Filter, wie UV-Filter, Skylightfilter und Neutralfilter dienen vor allem dem Schutz der teuren Frontlinse eines Objektivs. Und ein hochwertiger Weichzeichner ist immer noch jedem Softwareeffekt überlegen.
Hat man sich für den Einsatz von Filtern an einer DSLR entschieden, gilt es, die passende Befestigung zu wählen: Schraubfilter oder Schiebefilter.


Lohnt der Kauf eines Filtersystems?

Bei einem Filtersystem, wie es beispielsweise von Lee oder Cokin angeboten wird, wird ein Filterhalter in das Objektivgewinde geschraubt. Es ist sinnvoll, den Filterhalter passend zum größten Objektivdurchmesser zu wählen. Kleinere Linsen können dann mit Adapterringen befestigt werden. Der frei drehbare Filterhalter bietet dann Einschubschächte für einen oder mehrere Filter. Der Kauf eines solchen Filtersystems bietet sich für Fotografen an, die über ein großes Objektivsortiment verfügen. Durch den Filterhalter muss jedes Filter nur einmal angeschafft werden.

Schraubfilter werden direkt in das Filtergewinde am Objektiv eingeschraubt. Sie sind in allen gängigen Objektivdurchmessern erhältlich. Sollen nur wenige Filter für einen einzigen Objektivdurchmesser angeschafft werden, so kann der Einsatz von Schraubfilter sinnvoll sein. Zudem sind sie deutlich praktischer in ihrer Handhabung. Gleichgültig, ob die Entscheidung nun für Schraubfilter oder ein Filtersystem ausfällt, gilt es einige Qualitätskriterien zu beachten.


Worauf sollte ich beim Filterkauf achten?

Ein Objektivfilter ist immer ein Fremdobjekt im sorgfältig berechneten optischen System eines DSLR-Objektivs. Deshalb ist eine qualitativ hochwertige Vergütung der Objektivfilter eine unabdingbare Voraussetzung für gelungene Aufnahmen. Sehenswerte Aufnahmen kommen nur dann zustande, wenn die beiden Oberflächen des Filterglases absolut planparallel sind. Bei schlecht verarbeiteten Filtern kann es deshalb zu Unschärfen oder chromatischen Aberrationen im Bild kommen.
Bei Schraubfiltern ist das Gewinde von entscheidender Wichtigkeit. Nicht selten frisst sich ein vermeintlich günstiges Filter mit aller Kraft in das Objektivgewinde und beschädigt dies oft irreparabel. Qualitativ hochwertige Filter lassen sich auch nach längerer Zeit leicht wieder vom Objektiv lösen.
Bei einem zusammengesetzten Filter (z.B. Polfilter oder Vario-ND-Filter) ist eine robuste Randversiegelung ein Garant für ein langes Filterleben.


Fazit zum Objektivfilter

Fotografen sollten vor dem Objektivfilterkauf überlegen, welche Filter sie voraussichtlich benötigen und dann lieber einige wenige, dafür aber qualitativ sehr hochwertige Filter verwenden. Denn es gibt nichts Schlimmeres und Unsinnigeres, als ein billiges Filter an einem hochwertigen Objektiv.